Freitag, 23. November 2018

Dieselskandal

Alle Schweizer Autos haben Software-Update

Die Amag meldet für die Schweiz Vollzug: 100% der aktuell in der Schweiz zugelassenen Fahrzeuge mit dem betroffenen Dieselmotor EA 189 sind mit neuer Software ausgerüstet.

 

Rund drei Jahre nach Bekanntwerden nicht zugelassener Software bei VW-Dieselmotoren hat die Amag den Rückruf für ein Software-Update abgeschlossen. Rund 165'000 in der Schweiz betroffenen Fahrzeuge haben ein Software-Update erhalten, teilweise ergänzt durch einen Strömungsgleichrichter. Die Kunden reagierten laut der Amag grundsätzlich positiv auf das Update. Sie sind mit der technischen Lösung zufrieden und die Updates seien generell reibungslos verlaufen. Laut der Amag gab es nach dem Update praktisch keine Beanstandungen. Eventuelle Beschwerden im Zusammenhang mit dem Update und betroffenen Teilen des Motor- und Abgasreinigungssystems will der VW-Konzern unkompliziert lösen.

 

Die für die EU-Typengenehmigung zuständigen Regulierungsbehörden (meist das Deutsche Kraftfahrtbundesamt KBA) haben bestätigt, dass mit der Umsetzung der Massnahmen keine Verschlechterungen hinsichtlich CO2-Emissionswerten, Treibstoffverbrauch, Motorleistung und Drehmoment sowie Geräuschemissionen verbunden sind. Darüber hinaus hat die Volkswagen-Gruppe immer wieder erklärt, dass sich die Updates nicht negativ auf die Dauerhaltbarkeit des Motors und seiner Komponenten auswirken.

 

Im Rahmen des Dieselskandals ist 2015 bekannt geworden, dass der Volkswagen-Konzern in vielen seiner Diesel-Autos der Marken VW, Audi, Seat und Skoda die Stickoxid-Grenzwerte mit einer illegalen Abschaltvorrichtung umgeht. Auf dem Prüfstand läuft die Abgasreinigung mit Höchstleistung und die Autos halten die Grenzwerte ein, doch im Realbetrieb kann die Abgasreinigung ganz abgeschaltet werden, wodurch mehr Stickoxid ausgestossen wird, wie erlaubt ist. Mit dem Software-Update sollen die Grenzwerte jetzt auch auf der Strasse eingehalten werden.

Auto Zürich Car Show

31.10. bis 3.11.2019