Dienstag, 4. Dezember 2018

Weltpremiere Porsche 911 Baureihe 992

Denkmalpflege für die Hightech-Ikone

Wenn Porsche seine Ikone 911 überarbeitet, hat das jeweils einen Hauch von Denkmalpflege. So überrascht es nicht, dass sich das Design und vor allem das Gesicht bei der jüngsten Neuauflage kaum verändert hat. Dafür erhält der Porsche 911 mehr Assistenzsysteme und – natürlich – etwas mehr Leistung.

 

Kein anderes Auto definiert Porsche so sehr, wie der 911er. Vor 55 Jahren feierte der Ur-Elfer seine Premiere und begründete den Ruf der Zuffenhausener Sportwagenmarke. Die Anforderungen an jeden neuen Elfer sind simpel, aber anspruchsvoll: Das neue Auto muss alles besser können als der Vorgänger und das klassische Design mit der stark abfallenden Dachlinie und dem Heckmotor darf um keinen Preis verwässert werden.

 

Beim letzten Modell mussten die Porsche-Fans aber eine bittere Pille schlucken. Der Boxer verlor seine Luftkühlung und der 911 Carrera erhielt einen Turbolader. Deshalb ist es schon eine gute Nachricht, dass bei der mittlerweile achten Generation (noch) kein Vierzylinder im Heck steckt. Der dürfte wohl erst mit der Hybridvariante zur Modellpflege in drei bis vier Jahren kommen. Sicher ist: Die Baureihe 992 ist bereit für die Elektrifizierung.

 

Die Leistung des neuen Modells wurde wieder etwas gesteigert: Beim Carrera S um 30 auf 450 PS, was eine Spitze von 308 km/h ermöglicht. Mit dem optionalen Allradantrieb sinds 2 km/h weniger. Dafür lässt der 4S seinen heckgetriebenen Bruder beim Sprint von 0 auf 100 km/h stehen: 3,6 zu 3,7 Sekunden. Damit sind beide Autos um 0,4 Sekunden schneller als das jeweilige Vorgängermodell. Geschaltet wird mit einem neuen Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Durchschnittsverbrauch gibt Porsche mit 8,9 und 9,0 l/100 km (Carrera S/4S) an. Neue Ausstattung und Assistenzsysteme sorgen dafür, dass das Gewicht trotz Leichtbaumassnahmen etwa gleich bleibt.

 

Auch optisch bleibt der 911er fast ganz der Alte, obwohl das Heck und die Spur vorne etwas breiter wurden. Hinten gibts jetzt wie bei Cayenne und Macan ein durchgehendes LED-Leuchtband und die Türgriffe sind ausfahrbar. Klar moderner präsentiert sich das Cockpit. Der analoge Drehzahlmesser in der Mitte ist zwar geblieben, sonst ist alles digital und voll vernetzt. Bei den Assistenten verfügt der neue 911er als Weltneuheit über den «Wet Mode»: Das System erkennt eine nasse Strasse, der Fahrer wird gewarnt und kann per Knopfdruck die Regelsysteme entsprechend ändern. Ebenfalls an Bord: ein Nachtsicht-, ein Notbremsassistent und ein Radar-Tempomat.

 

So viel Sportlichkeit und Technik haben natürlich ihren Preis. Im März rollt der Porsche 911 Carrera S ab 156'700 Franken, mit Allrad ab 167'100 Franken, zu uns.

Auto Zürich Car Show

31.10. bis 3.11.2019