Freitag, 10. November 2017

Zukunftsstrategie «Pace»

Opel setzt auf Elektrifizierung

Diese Woche haben PSA-Chef Carlos Tavares und Opel-Boss Michael Lohscheller verkündet, wie Opel bis 2020 wieder profitabel werden soll. Nach der Übernahme hat PSA der deutschen Marke einen rigorosen Sparplan aufgedrückt.

 

Die Produktion bei Opel ist zu teuer. Deshalb sollen die Kosten bis 2020 pro Auto um 700 Euro sinken. Weiter muss die Marke mit dem Blitz im Logo auch die Verwaltungskosten senken. Sie sollen nur noch 4,7 statt wie bisher 5,6 Prozent des Umsatzes betragen. Schliesslich sollen Synergien mit dem PSA-Konzern (Peugeot, Citroën, DS) weitere 1,1 Milliarden Euro einsparen. Mit diesen Massnahmen aus dem Zukunftsplan «Pace» soll Opel bis 2020 wieder Gewinne schreiben – und dies schon ab 800'000 verkauften Fahrzeugen!

 

Im Rahmen dieser Synergien werden die Opel-Fahrzeuge in Zukunft nur noch auf den beiden Peugeot-Plattformen CMP und EMP2 basieren. Bis 2026 sollen alle Modelle umgerüstet sein. Auch Motoren und Getriebe werden ab dann ausschliesslich von PSA kommen. Eisenach in Deutschland soll als erstes Werk auf die PSA-Plattformen umgerüstet werden und ab 2019 einen SUV produzieren – wahrscheinlich den nächsten Mokka X. Die gute Nachricht: Keines der Werke wird geschlossen. Auch betriebliche Kündigungen wird es bei Opel nicht geben. Trotzdem sollen die Lohnkosten sinken. Entweder durch Lohnkürzungen, kürzere Arbeitszeiten oder Frühpensionierungen.

 

Ein weiterer wichtiger Schritt im «Pace»-Programm ist die Elektrifizierung von Opel. Für jede Modellreihe wird es ab 2024 eine Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Variante geben. Der Grandland X kommt als erstes Modell mit diesem Hybrid-Antrieb. Und schon 2019 startet die nächste Generation des Kleinwagens Corsa – unter anderem mit reinem Elektroantrieb.

Auto Zürich Car Show

8. bis 11. November 2018