Freitag, 26. Juli 2019

Audi Q3 Sportback

Zeit für die Sportkleider

Ein bisschen inkonsequent ist Audi bei der Benennung seiner SUV. Nach dem Duo Q7 und Q8 müsste das neue SUV-Coupé ja den Namen Q4 tragen. Doch jetzt heisst der sehr sehenswerte Crossover Q3 Sportback. Dem Erfolg dürfte die Bezeichnung wohl keinen Abbruch tun.

Ja, SUV-Coupés haben wir schon viele gesehen. Trotzdem ist Audis neuer kompakte Edel-Crossover ziemlich einzigartig. Denn wenn er im Herbst zu den Händlern rollt, steht er in seiner Klasse ohne echte Konkurrenz da! BMW hat den X2 als Bruder des X1 zwar sportlich, aber nicht als Coupé positioniert. Und auch eine Coupé-Version des Mercedes GLA lässt bis jetzt auf sich warten. 

Technisch gesehen ist der 4,50 Meter lange Q3 Sportback nichts anderes als der erfolgreiche Q3 mit abfallender Dachlinie. Doch genau dieser Design-Kniff – drei Zentimeter flacher, 1,6 Zentimeter länger, stärker akzentuierte hintere Radläufe – lässt den Sportback tatsächlich deutlich sportlicher als seinen SUV-Bruder wirken. Dabei kostet die schicke Optik nicht einmal viel praktischen Nutzen: Hinter der um 13 Zentimeter verschiebbaren Rückbank fasst das Gepäckabteil 530 bis 1400 Liter. 

Beim Antrieb bietet der Q3 Sportback Bekanntes: Zum Start stehen ein Zweiliter-Benziner mit 230 PS und 4x4 (ab 55'250 Fr.) sowie ein Zweiliter-Diesel mit 150 PS und Frontantrieb (ab 46'650 Fr.) zur Wahl – beide mit Doppelkupplungs-Automat. Später folgen ein stärkerer Diesel (190 PS) und ein 150-PS-Einstiegs-Benziner, der über ein Mildhybrid-System mit 48-Volt-Bordnetz verfügt und so bis zu 0,4 l/100 km einsparen soll. Anfang 2020 wird der Q3 Sportback gemeinsam mit dem normalen Q3 als bullige RS-Version mit 400 PS kommen. 

Auch der Innenraum ist identisch mit dem des normalen Audi Q3. Neben dem digitalen Instrumenten-Display gibts einen zentralen, vollvernetzten 10-Zoll-Multifunktionsbildschirm mit Internet-Hotspot (bei aufpreispflichtiger MMI Navigation Plus). Das System bietet unter anderem Car-to-X-Dienste wie die Ampelinformation: Das Auto empfängt Daten vom Verkehrsrechner einer Stadt, wodurch der Fahrer Informationen zu Ampelphasen im Cockpit erhält. Der Dienst wird vorerst allerdings nur in ausgewählten europäischen Städten angeboten. Für Sicherheit sorgen zudem verschiedene Fahrassistenz-Systeme, von denen Notbremser, Spur- und Totwinkel-Warner serienmässig sind.

Auto Zürich Car Show

31.10. bis 3.11.2019