Mercedes EQE SUV

Bekanntes in neuer Form

21. Oktober 2022

Mercedes baut sein Elektro-Angebot weiter aus. Die Limousine EQE bekommt einen SUV zur Seite gestellt. Der soll für Mercedes Geld in die Kassen spülen.

Willst du Autos verkaufen, musst du SUVs anbieten. Das gilt auch bei Elektroautos. Deshalb stellt Mercedes seiner elektrischen Limousine EQE aus der oberen Mittelklasse einen SUV zur Seite. Wie schon in der Oberklasse beim EQS wird der Name des Crossovers schlicht um die Fahrzeugklasse ergänzt und heisst EQE SUV. Optisch wirkt er mit imposanterer Front und ohne auslaufendes Aero-Heck gefälliger als die Limousine.

Technisch ist der 4,86 Meter lange EQE SUV eng mit den auf derselben Elektroplattform basierenden EQS-Modellen sowie der EQE Limousine verwandt. Einstiegsvariante ist ein Hecktriebler mit 292 PS (215 kW). Für Schweizer Kunden deutlich interessanter dürfte der gleichstarke Allradler EQE 350 4matic oder der EQE 500 mit 408 PS (300 kW) Leistung und 858 Nm Drehmoment sein. Und wem das noch nicht reicht, kann sich für eine der sportlichen AMG-Versionen mit 476 PS (350 kW) oder 687 PS (505 kW) und 1000 Nm entscheiden. Die AMG-Varianten folgen etwas später.

Ab Werk bietet das Fahrwerk des EQE SUV elektronische Dämpfer, die sich auf Wunsch um eine Luftfederung erweitern lassen. Die bringt nicht nur zusätzlichen Komfort, sondern per Knopfdruck auch bis zu drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit. Ebenfalls optional gibts eine Hinterachslenkung, die mit einem Lenkwinkel von bis zu zehn Grad den Wendekreis von 12,5 auf 10,7 Meter reduziert und den Crossover deutlich handlicher macht.

Das 90,6 kWh grosse Batteriepaket im Unterboden ermöglicht Reichweiten von 480 Kilometer bei den AMG-Varianten bis 590 Kilometer im Einstiegsmodell. Um den Verbrauch zu optimieren, schaltet sich bei den Allradversionen die Vorderachse komplett ab, wenn die Zusatz-Traktion nicht benötigt wird. Nachgeladen werden kann an einer Schnellladesäule mit maximal 170 Kilowatt, was den Akku nach 15 Minuten um 220 Kilometer Reichweite erstarken lässt. Bei den AMG-Versionen sind es in der gleichen Zeit zumindest 170 Kilometer.

Im Cockpit bietet der EQE SUV bekanntes: Bequeme Sitze und auf Wunsch den mächtigen Hyperscreen mit Beifahrerdisplay. Ebenfalls optional lässt sich der Elektro-Crossover mit zahlreichen Fahrerassistenzsystemen ausstatten. Updates werden per Funk aufgespielt, die Software bleibt so stets aktuell. Punkten will der EQE SUV aber auch mit seinem Platzangebot. Trotz neun Zentimeter weniger Radstand (3,03 m) als bei der Limousine sitzt man auch im EQE SUV sehr komfortabel. Vor allem hinten sitzende Erwachsene dürften die zusätzliche Kopffreiheit schätzen. Der Kofferraum schluckt zwischen 520 und 1675 Liter, die Allradversionen können Anhänger mit bis zu 1,8 Tonnen Gewicht ziehen.

Der neue Mercedes EQE SUV bietet ab nächstem Jahr bekanntes in einer neuen Form. Die Preise sind noch nicht definiert.