Mercedes GLC

Bleibt fast stromlos

17. Juni 2022

Kein Modell mit Stern verkauft sich besser als der Mittelklasse-SUV GLC. Trotz all der Elektrifizierung gibts deshalb einen Nachfolger mit Benzinern und Dieselmotoren.

Mercedes schickt sein wichtigstes Modell GLC in die dritte Runde. Der Mittelklasse-SUV ist der global meistverkaufte Mercedes und liegt teils auch in der Schweiz vor der C-Klasse. Auch in der dritten Auflage bleibts bei Benzinern und Dieselmotoren. Strom? Nur in Teilzeit als Plug-in-Hybrid. Für Elektrokunden gibts weiter den EQC, der auf dem bisherigen GLC basiert.

Das Gros der Entwicklungsgelder geht bei Mercedes offenbar in die Elektroversionen der Submarke EQ. Der GLC ist eine klassische Evolution seines Vorgängers, hält sich bei der Grundformen an Bewährtes und übernimmt Gestaltungsdetails der aktuellen C-Klasse, mit der er sich die Technik teilt. Der GLC wird sechs Zentimeter länger und kommt neu auf 4,72 Meter. Dafür wird er vier Millimeter flacher und ist 1,64 Meter hoch. Die Breite bleibt mit 1,89 Metern gleich. Später soll es auch wieder eine Coupé-Version dieses beliebten SUV geben.

Bei den Antrieben setzt Mercedes auf Hybride. Alle GLC sind mild oder per Plug-in elektrifiziert. In den Mildhybriden boostet ein Starter-Generator die Vierzylinder mit 23 PS (17 kW) und 200 Nm extra. Mit diesem Konzept gibts zwei Benziner mit 204 und 258 PS (150/190 kW) und einen Diesel mit 197 PS (145 kW).

Topmodelle sind die Plug-ins, die später an den Start gehen. Neben den Benziner-Plug-ins mit 313 und 381 PS (230/280 kW) wird es auch einen Diesel-Plug-in mit 335 PS (245 kW) geben. Alle verfügen über eine neu grössere Batterie mit 31,2 kWh (netto 24 bis 25 kWh) und schaffen so bis zu 100 Kilometer rein elektrisch. Serienmässig sind Neun-Gang-Automat und 4x4 an Bord. Später wird auch noch ein V6-Diesel folgen; ebenso starten 2023 noch AMG-Versionen.

Der Entwicklungsfokus lag beim neuen GLC eher auf Komfort und Fahrspass für die Strasse als bei den Gelände-Talenten. Trotzdem gibt es auch neue Technik-Features für das Gelände. Mit dem optionalen Offroad-Paket steigt nicht nur die Bodenfreiheit um 20 Millimeter, sondern auf dem Touchscreen wird bei niedrigem Tempo zudem angezeigt, was sich vor und unter dem Auto befindet – quasi eine Gelände-Cam.

Bedienung, Instrumente und Assistenten sind mehrheitlich identisch zur C-Klasse; das Platzangebot ist im Vergleich zum Vorgänger im Fond leicht gewachsen, während das Ladevolumen um 50 auf 600 Liter steigt. Bis zu 2,5 Tonnen Anhängelast liegen drin. Um das Fahren mit Anhänger einfacher zu machen, unterstützen ein Rangier-Assistent und das Navi mit einer Trailer-gerechten Route.

Im Herbst startet der neue Mercedes GLC bei uns. Die Preise sind noch offen, dürften aber über denen des aktuellen GLC (ab 65'200 Fr.) liegen. Im Gegenzug wird aber die Serienausstattung erhöht– beheizbare Sitze und Rückfahrkamera kosten nicht mehr extra. Zudem soll die Konfiguration mit mehr Paketen und weniger einzelnen Extras einfacher werden.