VW T7 Multivan

Das ist der neue Bulli

15. Juni 2021

Im Herbst startet ein ganz Grosser in seine siebte Generation: Der VW T7 Multivan wird grösser, flacher und edler – und macht als Plug-in-Hybrid auch einen grossen Schritt in die Zukunft.

Seit 71 Jahren bringt der VW Bus Handwerker und Grossfamilien, Polizei und Feuerwehr, Camping-Fans und Lieferfahrer in Bewegung. Letztes Jahr kutschierte die Schweiz mit ihm in die Ferien im eigenen Land: Lässt man die Unterscheidung zwischen PWs und Nutzfahrzeugen für einmal ausser acht, war er das meistverkaufte Auto 2020 in der Schweiz. Jetzt kommt die frisch enthüllte neue siebte Generation.

Wichtigste Neuerung: Künftig gibts drei Minibusse von VW! Der bisherige T6.1 bleibt für die Gewerbler, der neue T7 wird der XL-Familienvan oder das Riesen-Taxi und wird wohl so gleich noch den VW-Van Sharan ersetzen. Und als dritter kommt 2022 noch der Stromer-Bus ID.Buzz hinzu. Doch der echte Bulli ist der T7 Multivan.

Neu bekommt er erstmals Plug-in-Hybrid-Variante mit einer Systemleistung von 218 PS. Sie kombiniert einen 1,4-Liter-Turbobenziner mit 150 PS sowie einen Elektromotor mit 115 PS und stammt aus dem Konzernregal – genauso wie die Batterie mit 13 Kilowattstunden (kWh) Kapazität. Bei den konventionellen Antrieben kommen Benziner mit 136 oder 204 PS; im nächsten Jahr folgt ein Turbodiesel mit 150 PS.

Die siebte Bulli-Generation hat in der Länge um fast sieben Zentimeter auf 4,97 und in der Breite auf 1,94 Meter (plus 3,7 Zentimeter) gewonnen. Gleichzeitig wurde der T7 mit 1,90 Meter um 4,7 Zentimeter flacher und schaut stämmiger aus als bisher. Auch der Radstand hat deutlich zugelegt und beträgt jetzt 3,12 Meter – das sind 12,4 Zentimeter mehr als bisher, die im Innenraum für mehr Platz sorgen. Als Alternative steht die Langversion parat, die es immerhin auf 5,17 Meter bringt bei identischem Radstand. So wächst der Kofferraum von 469 Liter auf bis zu 4053 Liter, also vier Kubikmeter. Bei Bedarf kann der Bulli bis zu zwei Tonnen ziehen.

Komplett neu entwickelt wurde das Tisch- und Sitzsystem. Neu gibt es nur noch maximal fünf Einzelplätze samt klappbaren Tischen im Fond. Die Stühle der zweiten Reihe bleiben um 180 Grad drehbar und können per Schienensystem in der Fahrgastzelle hin- und hergeschoben werden. In den Sitzschienen liegen Stromleitungen und ermöglichen eine Sitzheizung auf den äusseren Plätzen. Der mittlere Stuhl der dritten Reihe bleibt zwar kalt, kann aber bei Bedarf ganz nach vorne geschoben werden und dient so als Mittelkonsole in der ersten Sitzreihe.

Hinterm Steuer wirkt der T7 wie ein VW Golf: Virtuelle Rundinstrumente, zehn Zoll grosser Touchscreen in der Mitte; dazu gibts eine 360-Grad-Rundumsicht dank neuem Kamerasystem, ein Head-up-Display und mehr als 20 Assistenzsysteme. Dazu zählen ein adaptiver Tempomat inklusive Stopp-&-Go-Funktion, der zusammen mit dem Spurhalteassistenten pilotiertes Fahren auf Level 2 bis zu 210 km/h ermöglicht.

VWs neuer Multivan kommt im letzten Quartal pünktlich zur Auto Zürich in die Schweiz. Dann können Sie sich den neuen Bulli mit er schnittigen Front in der Messe Zürich aus der Nähe anschauen. Bis dahin sollten auch die Preise bekannt sein.