Schweizer Automarkt im Oktober

Die Aufholjagd beginnt

3. November 2022

Der positive Trend am Schweizer Automarkt hält an. Den zweiten Monat in Folge wurde mehr Autos als im Vorjahr verkauft. Die Importeure hoffen jetzt, 2022 zumindest gleich viele Neuwagen wie letztes Jahr auf unsere Strassen zu bringen.

Im Oktober wurden in der Schweiz 17'185 Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 14,1 Prozent mehr als im selben Monat 2021 – und somit das zweite Plus in Folge. Die Importeursvereinigung Auto Schweiz wertet dies als positives Zeichen. Der Tiefpunkt der derzeitigen Lieferschwierigkeiten verursacht durch Chip- und Teilemangel infolge von Pandemie und Ukraine-Krieg könnte überwunden sein, hoffen die Importeure.

Bis Ende Oktober sind dieses Jahr insgesamt 179'791 Neuwagen auf die Schweizer Strassen gekommen. Damit ist der Rückstand auf 2021 auf 7,9 Prozent gesunken. «Die Absatzzahlen des Vorjahres zu erreichen, sind wieder realistischer,» kommentiert Auto Schweiz-Sprecher Christoph Wolnik. «Die Versorgung der Autohersteller mit Teilen hat sich etwas stabilisiert, was zu einer Verbesserung der Liefersituation führt. Wir sind natürlich noch lange nicht wieder auf Normal-Niveau, doch die Tendenz ist klar positiv.» Auto Schweiz hofft bis Ende Jahr noch knapp 59'000 Neuwagen ausliefern zu können, um das Vorjahresergebnis zu egalisieren. Dabei ruhen die Hoffnungen weiterhin auf Elektroautos.

Der Marktanteil der alternativen Antriebe liegt nach zehn Monaten bei 49,4 Prozent (Vorjahr: 42,4 %) und könnte bis zum Jahresende noch die 50-Prozent-Marke übertreffen. Hybridantriebe ohne Lademöglichkeit machen mit 24,9 Prozent den grössten Anteil alternativer Antrieb aus. Es folgen die sogenannten Steckerfahrzeuge, die sich in Elektroautos (wie dem Subaru Solterra im Bild) mit 16,1 Prozent (Vorjahr: 11,6 %) und Plug-in-Hybride mit 8,3 Prozent Marktanteil aufteilen. Gas-, Wasserstoff- und diverse Antriebe stellen den Rest der Alternativ-Zulassungen. Benziner machen nach wie vor den Hauptteil des Marktes aus (38,5 %; Vorjahr: 43,5 %), der Diesel kommt dagegen nur noch auf 12,1 Prozent Anteil an Neuzulassungen (Vorjahr: 14,0 %).