BMW XM

Ein Power-SUV zum M-Jubiläum

4. Oktober 2022

Zum 50. Jahrestag lässt BMW seiner Sportabteilung M GmbH freie Hand. Sie darf wieder ein eigenes Auto entwickeln. Das Resultat ist der Power-SUV XM mit einem 653 PS starken Plug-in-Hybridantrieb.

Seit einem halben Jahrhundert baut die M GmbH die sportlichsten BMW-Modelle. Dieses Jubiläum feiert die frühere BMW Motorsport GmbH mit dem ersten selber entwickelten Auto seit dem M1 1978. Der neue hört auf den Namen XM und ist – wie das X im Namen verrät – ein bulliger 5,11 Meter langer SUV. Im Gegensatz zu X3, X4, X5 und X6 gibts aber kein BMW-Schwestermodell mit dezenterer Leistung und Optik

Der XM verfügt nicht etwa dem Zeitgeist entsprechend über einen reinen E-Antrieb, sondern kommt als teilzeitstromender Plug-in-Hybride auf den Markt. Sein Elektromotor dient aber nur zweitrangig dem guten Gewissen durchs elektrische Fahren. Er soll vor allem die Performance verbessern – so wie auch Ferrari beim SF90 oder Porsche bei den Plug-in-Modellen von Panamera und Cayenne die Elektrifizierung einsetzen.

Im XM kombiniert BMWs Sportabteilung einen schon 489 PS (360 kW) starken 4,4-Liter-V8-Biturbo mit einem Elektromotor, der zusätzliche 197 PS (145 kW) beisteuert. Das führt zu einer Systemleistung von 653 PS (480 kW) bei einem maximalen Drehmoment von 800 Nm. Damit sprintet der 2,7-Tonnen-Koloss in 4,3 Sekunden auf Tempo 100 und soll sich gerade mal 1,5 Liter je 100 Kilometer einverleiben – wie immer bei Plug-ins nur mit beim Start vollen Akkus und auf den ersten 100 Kilometern. Davon kann der XM mit einer Akku-Kapazität von 25,7 Kilowattstunden (kWh) nach WLTP-Norm 88 Kilometer rein elektrisch zurücklegen.

Für die später folgende Red-Label-Edition legen die M-Ingenieure nochmals eine Schippe drauf und holen 748 PS (550 kW) und 1000 Nm aus dem Hybrid-Antriebsstrang. Das soll nicht etwa Käufer von Audis RS Q8 oder des Mercedes-AMG GLS ansprechen, sondern jene im Nahen Osten und China, die sonst ein Auge auf Lamborghini Urus oder Ferrari Purosangue werfen würden.

Diese Kundschaft verlangt aber auch ein ansprechendes Design. Der XM hält sich stark an die im letzten November enthüllten Studie – aber ohne überdimensionierte Mega-Niere! Im Powerhybrid passen sich die zwei Kühleröffnungen harmonisch in die bullige Front ein und sind kein Störelement. Dennoch tritt der XM alles andere als zurückhaltend auf. Dafür sorgen Spoiler, ein wuchtiges Heck und 23-Zoll-Räder. Dazu verpasst BMW dem Plug-in-Hybrid-SUV eine Luxusausstattung vom feinsten bei einem Ladevolumen von 527 bis 1820 Liter. Den Abschluss macht ein Hightech-Paket fürs Fahrwerk mit Wankstabilisierung, Allradlenkung und einem M-spezifischen Allrad, der sehr hinterradbetont abgestimmt ist.

So stattlich Design und Ausstattung sind, ist auch der Preis: Der BMW XM kostet ab 181'900 Franken! Die neue Krönung der BMW-Modellpalette rollt nächsten Frühling an den Start; der XM Red Label mit Leistungsplus folgt im Herbst.