Ford Mustang

Es bleibt beim V8

27. September 2022

Alle Spekulationen waren falsch: Beim neuen Ford Mustang wird es keine Elektrifizierung geben. Die siebte Generation kommt wieder mit V8 und selbst die Handbremse bleibt fast manuell.

Ford überraschte die Autofans an der kürzlich zu Ende gegangenen Detroit Auto Show. Der US-Autobauer präsentierte mit einer grossen Show die jüngste Inkarnation seiner Musclecar-Ikone Mustang. Dieser gilt mit über zehn Millionen abgesetzten Exemplaren als meistverkaufter Sportwagen der Welt. Trotz Elektrotrend verzichtet Ford dabei komplett auf jeglichen Elektro-Schnick-Schnack. Die siebte Auflage bleibt dem traditionsreichen V8-Saugmotor treu. Auch der in der Gerüchteküche schon angedichtete 4x4 kommt nicht, es bleibt beim Heckantrieb.

Passend dazu ändert sich auch kaum etwas am bekannten Mustang-Design: lange Haube, flache Schnauze mit schmalen LED-Leuchten und ein betont bulliges Heck. Mit 4,81 Meter Länge wächst er auch nur um zwei Zentimeter. Wie bisher ist der Mustang ebenfalls als Cabrio mit elektrisch öffnendem Stoffverdeck erhältlich. Das Cockpit wird mit digitalen 12,4-Zoll-Instrumenten und zentralem 13,2-Zoll-Touchscreen modernisiert.

Der 5,0-Liter-V8 erstarkt bei der Neuauflage um 51 PS (37 kW) auf neu 500 PS (368 kW). Für die Leistungssteigerung hat Ford ein neues Ansaugsystem für den V8 entwickelt. Doppelte Lufteinlässe und Drosselklappen sollen den Luftdurchsatz erhöhen und gleichzeitig störende Ansaugverluste reduzieren. Weitere technische Daten gibts vorerst noch keine. Aber es wäre erstaunlich, wenn er beim Prestigesprint auf Tempo 100 langsamer als die 4,6 Sekunden des aktuellen Modells wäre. Weiterhin haben Kundinnen die Wahl zwischen 6-Gang-Handschaltung und 10-Stufen-Automatik. Der 1,8 Tonnen schwere Mustang soll sich 11,1 bis 11,8 Liter Sprit auf 100 Kilometer gönnen.

Neu heissen die sportlichsten Modelle des Mustangs «Dark Horse». Sie bieten ein Sportfahrwerk mit variablen Stossdämpfern, Pirelli P-Zero-Sportreifen, Brembobremsen, Differenzialsperre und ein manuelles Tremec-Sportgetriebe mit sechs Gängen. Neu verfügt der Mustang über eine sogenannte elektronische Performance-Parkbremse. Sie dient in erster Linie dem Driften und übernimmt die Funktion einer konventionellen mechanischen Handbremse, um den Drift auszulösen. Ford belässt es dafür auch bei einem klassischen Handbremshebel zwischen den Vordersitzen.

Der neue Ford Mustang startet nächsten Sommer. Er soll voraussichtlich auch wieder in der Schweiz offiziell angeboten werden. Die Preise stehen allerdings noch nicht fest. Dafür verrät Ford schon, dass später ein rein elektrischer Mustang folgen soll.