Ford E-Transit

Lieferwagen-Liebling wird elektrisch

20. Mai 2022

Die Elektromobilität erreicht das Gewerbe. Immer mehr Transporter werden elektrisch. Dazu zählt nun auch der Transit von der Nummer 1 unter den Nutzfahrzeugen, Ford. Hier gibts alle Infos zum neuen E-Transit.

Ob Handwerker, Bäcker oder Paket- und Lieferdienste, viele von ihnen setzen für ihre Arbeit auf den Ford Transit. Entsprechend sind die Amis bei den leichten Nutzfahrzeugen in der Schweiz die Nummer 1. Niemand verkauft mehr Autos. Wenn also Ford einen elektrischen Transit bringt, hat das Signalwirkung für alle leichten Nutzfahrzeuge.

Gerade im Lieferwagen-Segment ist der E-Antrieb ideal: Viele Kurzstrecken, meist in Stadt und Agglomeration und es geht nur um kleine Lasten, sodass die schweren Batterien nicht allzu sehr die Nutzlast einschränken. Und auch bei den Betriebs- und Servicekosten haben Stromer langfristig die Nase vorn. Genau darum gehts: E-Lieferwagen müssen sich rechnen! Null Emissionen sind zwar gut fürs Image des Unternehmens, aber vor allem die Zahlen müssen stimmen.

Für all jene bietet Ford jetzt den E-Transit, und das in allen möglichen Variationen. Von 5,5 Meter Länge bis 6,7 Meter, von gut 2,4 Meter Höhe bis fast 2,8 Meter. Als Kasten, mit und ohne Fenster, mit Doppelkabine, als Kühlfahrzeug oder roh für eigene Aufbauten, mit 7,2 oder 15,1 Quadratmeter Ladevolumen und einer Nutzlast von 3500 oder 4250 Kilogramm. Die Leistungsbandbreite der Elektromotoren reicht von 184 PS (135 kW) bis zu 269 PS (198 kW), das Drehmoment liegt immer bei 430 Nm. Die Reichweiten mit vollgeladenem Akku variieren zwischen 238 und 305 Kilometern.

Der 60 kWh Lithium-Ionen-Akku ist im Unterboden eingebaut und trägt so ganz nebenbei für einen tiefen Schwerpunkt und nur noch geringe Kurvenneigung bei – keine Entschuldigung mehr für herum purzelnde Pakete. An einer normalen Haushaltssteckdose braucht es 11,5 Stunden, bis der leere Akku wieder voll aufgeladen ist, an der Schnellladedose reichen laut Ford auch 34 Minuten für 80 Prozent Ladung.

Die grossen Spiegel links und rechts sowie die Heckkamera helfen beim Rangieren. Leider ist es eine klassische Rückfahrkamera und funktioniert nur bei eingelegtem Rückwärtsgang. Im Stadtverkehr geben nur die Seitenspiegel Auskunft darüber, was hinter dem E-Transit vor sich geht. Die Fahrstufe wird über einen Drehknopf eingelegt. Der L-Knopf im Zentrum aktiviert die stärkste Rekuperations-Stufe.

Die Fahrerkabine ist nicht luxuriös, aber zweckmässig und sachlich eingerichtet. Ein pflegeleichter Bezug auf den Sitzen trotzt auch dem harten Arbeitsalltag, das Hartplastik rundum ist leicht abwaschbar. Ein Display von der Grösse eines iPads thront in der Mitte des Armaturenbretts. Mit dem grossen Bildschirm fürs Navi sollten die Lieferdienste selbst die kleinsten Gässchen in Grossstädten finden. Weiter dient das Display dazu, die vernetzte Logistik zu steuern. Eine ganze Reihe von Assistenzsystemen sind bereits serienmässig an Bord, weitere gegen Aufpreis bestellbar.

Die Preise für Fords noch dieses Jahr startenden E-Transit beginnen bei 59'981 Franken fürs nackte Fahrgestell mit Kabine für massgeschneiderte Aufbauten. Beim Kastenwagen gehts ab 61'865 Franken los. Auf alle Hochvolt-Komponenten gibt Ford eine Garantie von acht Jahren oder eine maximale Laufleistung von 160.000 Kilometer.