Schweizer Automarkt im September

Mehr Neuzulassungen

11. Oktober 2022

Der Schweizer Automarkt hat im September eine Trendwende vollzogen. Zum ersten Mal seit dem letzten Februar wurden wieder mehr Neuwagen frisch immatrikuliert als im Vorjahr.

Im letzten Monat wurden in der Schweiz 20'947 Fahrzeuge neu zugelassen. Das ist ein Plus von 6,6 Prozent gegenüber September 2021. Es ist das erste Plus seit einem halben Jahr beziehungsweise dem Ausbruch des Ukraine-Krieges. In der Folge war es zu einer schwierigen Versorgungslage mit einigen Zulieferprodukten gekommen, etwa Kabelbäumen. Diese hat sich zwar stabilisiert, doch es bleiben Unsicherheiten, weil es in China immer wieder zu kurzfristigen Corona-Lockdowns kommt. Das betrifft vor allem elektronische Bauteile und Computerchips, die immer wichtiger werden in modernen Autos. Trotz dieser Herausforderungen konnte der Rückstand auf das Vorjahr in den letzten zwei Monaten von 13 auf 9,7 Prozent reduziert werden. Mit 162'606 Neuzulassungen nach drei Quartalen fehlen 17'467 Personenwagen auf den Stand zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres von 180'073 Neuwagen.

Bei der Verteilung der Motorisierungen zeichnet sich nach drei Quartalen eine Stabilisierung ab. Seit Jahresbeginn machen die Elektro-, Hybrid-, Gas- und Wasserstoff-Antriebe mit 80'292 Neuzulassungen oder 49,4 Prozent knapp die Hälfte des Marktes aus. Gegenüber dem Vorjahreswert von 41,8 Prozent stellt dies ein spürbares Wachstum dar. An Marktanteilen zulegen konnten vor allem Voll- und Mildhybrid-Antriebe, wie der Renault Austral im Bild, (von 21,6 auf 24,6 %) und reine Elektroautos (von 11,3 auf 16,3 %). Die Plug-in-Hybride liegen leicht hinter ihrem Vorjahreswert zurück und kommen auf 8,4 Prozent Marktanteil (Q3 2021: 8,8 %). Der Anteil Fahrzeuge mit Alternativ-Antrieben ist vor allem auf Kosten der Benziner (von 43,8 auf 38,4 %) gewachsen. Der Diesel verliert im Vorjahresvergleich kaum Marktanteile (von 14,4 auf 12,2 %) und kann im September sogar wieder leicht zulegen (von 9,9 auf 11,5 %).