Renault Austral

Neuer Name für den französischen SUV

17. März 2022

Neuer Name und mehr Eigenständigkeit. Der Renault Kadjar wird neu zum Austral. Der Kompakt-SUV bleibt ein Bruder des Nissan Qashqai. Aber die Unterschiede werden grösser.

Bei Renault kommt es zu einer Wachablösung. Der Kompakt-SUV Kadjar hat ausgedient! Natürlich nicht der Crossover an sich, denn ohne geht es in der heutigen Zeit nicht, aber der Name. Neu heisst der kompakte SUV von Renault Austral. Und als wäre das noch nicht genug, wird er der erste Renault mit 48-Volt-Bordnetz, was den Realverbrauch nennenswert reduzieren soll.

Die Topversion kommt als Vollhybrid mit einem 1,2 Liter grossen Dreizylinder-Turbobenziner, der von einem E-Motor und elektrischem Startergenerator unterstützt wird und 200 PS (146 kW) Systemleistung bringt. Den nötigen Strom liefert ein 1,7 kWh-Akkupaket. Auch eine schwächere Version mit 160 PS ist geplant.

Darunter rangiert der gleiche Benziner mit 130 PS (96 kW), jetzt aber mit 48-Volt-Bordnetz und Startergenerator. Komplettiert wird das Antriebsportfolio durch einen 1,3-Liter-Turbobenziner mit aber vier Zylindern, Startergenerator und 12-Volt-Bordnetz, der mit Automatik und 140 PS (103 kW) oder 160 PS (118 kW) kommt. Der Normverbrauch liegt je nach Antrieb zwischen 4,6 und 6,2 Litern auf 100 Kilometern.

Überraschend: Optional gibts zwar eine Vierradlenkung, die bei tiefem Tempo gegenlenkt und den Wendekreis-Durchmesser auf knapp über zehn Meter reduziert und bei hohem Tempo mit den Vorderrädern mitlenkt und so für mehr Fahrstabilität sorgt. Aber 4x4 – vielen Schweizer Kunden wichtig und bei vielen Konkurrenten zu haben – gibts nicht. Ebenso wenig Nissans kommender E-Power-Antrieb, bei dem elektrisch gefahren wird und der Benziner nur den Strom liefert. Wieso das überrascht? Der Austral teilt sich die Technik mit Nissans Qashqai, der den E-Power-Antrieb erstmals von Japan nach Europa bringt.

Beim Cockpit geht Renault eigene Wege und gestaltet es ähnlich dem des kommenden Megane E-Tech Electric: Der Screen der Instrumente misst 12,3 Zoll. Das Head-up-Display zum Projizieren von Infos in die Frontscheibe kommt auf 9,3 Zoll; der Hochkant-Touchscreen fürs Infotainment ist 12 Zoll gross. Neu gibts 30 Fahrassistenzsysteme; Geräuschdämmung und Federkomfort wurden deutlich verbessert. Wie der elektrische Megane trägt auch der Austral LED-Leuchten; die C-förmigen Rückleuchten bilden eine Einheit mit dem Logo.

Je nach Antrieb passen in den 4,51 Meter langen SUV zwischen 430 und 575 Liter Gepäck. Die Rücksitze lassen sich um 16 Zentimeter längs verschieben und umklappen – macht maximal 1525 Liter Ladevolumen. Im Herbst gehts los mit dem neuen Renault Austral. Die Preise sind noch nicht bekannt.