Mittwoch, 5. Februar 2020

Schweizer Automarkt im Januar

Alternative überstrahlen Fehlstart

Fast jeder fünfte in der Schweiz verkaufte Neuwagen im Januar verfügte über einen Alternativ-Antrieb. Damit konnte der Alternativ-Rekord von 21 Prozent aus dem letzten Dezember mit 19,3 Prozent im ersten Monat 2020 beinahe gehalten werden.

Trotz den guten Neuigkeiten bei den alternativen Antrieben ist dem Schweizer Autohandel der Start ins neue Jahr nicht wunschgemäss geglückt. Mit 18'788 verkauften Neuwagen sind die Verkäufe im Vergleich zum Januar 2019 um 10,2 Prozent zurückgegangen. Die Importeursvereinigung Auto Schweiz hat mit dieser Abkühlung des Marktes gerechnet und konzentriert sich deswegen auf die positive Entwicklung bei den Alternativ-Antrieben. Diese haben im Vergleich zum Januar 2019 um 110,4 Prozent zugenommen. Dabei kommen allein die diversen Hybrid-Motorisierungen auf einen Marktanteil von 14,4 Prozent, wovon 3,5 Prozentpunkte auf aufladbare Plug-in-Hybride entfallen. Elektroautos erreichen 4,1 Prozent, CNG-Modelle liegen bei 0,8 Prozent und Wasserstoff-Fahrzeuge bei 0,1 Prozent.

«Wenn man die am Stromnetz aufladbaren Modelle zusammenzählt, kommen wir im Januar auf einen stolzen Anteil von 7,6 Prozent der Immatrikulationen», analysiert Auto-Schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik. «Dieser Wert liegt bereits deutlich über dem Ergebnis des Gesamtjahres 2019 von 5,6 Prozent – ein schönes Signal für den Auftakt des Jahres 2020.» Die Schweizer Importeure wollen, dass dieses Jahr jedes zehnte neue Auto an der Steckdose aufgeladen werden kann.

Ebenfalls weiter auf dem Vormarsch ist der Allradantrieb. Im ersten Monat des Jahres verfügten sagenhafte 54,1 Prozent aller verkauften Autos über 4x4. Über das ganze letzte Jahr lag der 4x4-Anteil mit 49,1 Prozent noch knapp unter der 50-Prozent-Marke. Gleichzeitig hält auch der Abwärtstrend des Diesels an. Nur noch jedes vierte verkaufte Auto verfügte über den Antrieb, der sich weiterhin für Langstrecken eignet. 2019 lag der Dieselanteil noch bei 30 Prozent und ist jetzt im Januar auf 25,6 Prozent gesunken.

Auto Zürich Car Show

5. bis 8. November 2020