Mittwoch, 12. Februar 2020

Fiat 500 und Panda als Hybrid

Das knuffige Hybrid-Duo

Endlich kommt Fiat bei der Elektrifizierung aus den Startlöchern: Ein kleiner E-Motor hilft im kultigen 500 und im handlichen Panda dem Benziner auf die Sprünge und drückt den Verbrauch. Als Mild-Hybride realisieren das beide mit geringem technischen Aufwand.

Der Cinquecento ist Fiat. Seit die Italiener 2007 den kultigen 500 neu aufgelegt haben, steht er für die Turiner Traditionsmarke und verkauft sich auch im 13. Lebensjahr noch prächtig: 2019 Nummer 1 in neun Ländern Europas und Platz 12 in der Schweiz. Nicht übel für eines der ältesten Modelle auf dem Markt. Erfolgreich läuft auch das vier Jahre jüngere Brot-und-Butter-Modell Panda.

Beide hält Fiat durch gekonnte technische Erneuerungen (beispielsweise beim Multimedia-System) und dezente optischen Retuschen aktuell. Jetzt kommt ein verhältnismässig grosser Entwicklungssprung: Beide werden elektrifiziert: 500 und Panda rollen ab Februar als Mild-Hybride los. «Mild»? Weil der Fünf-PS-Elektromotor direkt auf die Kurbelwelle wirkt, dem Einliter-Dreizylinder mit 70 PS «nur» auf die Sprünge hilft und beim Bremsen Energie zurückgewinnt. Statt eines Lithium-Ionen-Akkus mit 48 Volt bleibt die Batterie hier bei 12 Volt. Innovativeres dürfte bei einer 13 Jahre alten Konstruktion kaum drin liegen.

Also eine Notlösung? Überhaupt nicht: Nach altem NEFZ-Zyklus drückt das Hybrid-Modul den Verbrauch auf 3,9 l/100 km und 88 g/km CO2. Im deutlich alltagsnäheren WLTP-Zyklus sind es dagegen sechs Liter und 134 g/km, aber gegenüber dem alten 1,2-Liter-Benziner ohne Hybrid immerhin vier Deziliter weniger. Und das zum Billig-Tarif: Als «Launch»-Edition mit praller Ausstattung schlägt der 500 Hybrid mit 16'690 Franken zu Buche; die Basis wird später kaum über dem bisherigen Einstiegspreis von 15'390 Franken liegen. Dagegen werden für den Fünftürer-Panda im Playmobil-Look mindestens 13'990 Franken fällig. 

Auto Zürich Car Show

15. bis 18. April 2021