Dienstag, 1. Juni 2021

Cupra Born

Der Elektro-Spanier ist kein SUV

So jung und schon elektrisch: Erst seit drei Jahren ist Cupra als Sporttochter von Seat eine eigenständige Marke. Jetzt ist das zweite eigenständige Modell ein kompakter Stromer: der Born.

Seats Sporttochter Cupra hängt seine Muttermarke langsam ab. Der erste reine spanische Stromer kommt von Cupra und nicht von Seat. Der Born startet im Herbst und basiert auf dem Modularen Elektro-Baukaste (MEB) von Volkswagen. Damit ist der Cupra-Stromer ein technischer Bruder von VW ID.3, VW ID.4, Skoda Enyaq iV oder Audi Q4 E-Tron. 

Bei den Dimensionen orientiert er sich am ID.3 und verzichtet auf irgendwelche SUV-Attitüden. Der Born ist 4,32 Meter lang, 1,81 Meter breit und 1,54 Meter hoch. Wie schon beim Formentor sorgt das Design für starke 3D-Effekte an der Karosserie. Die üppigen Lufteinlässe vorne sollen nicht nur eine sportliche Optik an der «Haifischnase» genannten Front bringen, sondern haben auch einen Zweck: Sie kühlen den Akku und den E-Motor. Fette Seitenschweller und der coupehafte Schwung des Daches bis zum Heckspoiler sind ebenfalls für die sportliche Optik zuständig. Am Heck sorgen ein üppiger Diffusor und eine über die ganze Breite laufende Lichtleiste für Aufmerksamkeit. Hinter der Ladeklappe findet sich ein Kofferraum mit 385 Litern Volumen – rund ein Viertel mehr als etwa bei einem VW Golf. Der Platz auf den Rücksitzen fällt klassenüblich aus

Innen setzt Cupra im Gegensatz zu einigen anderen Elektroautos auf einen hohe und breite Mittelkonsole als Ablagefläche. Der Automat-Wahlhebel befindet sich aber neben dem eher kleinen Display für die digitalen Instrumente auf der Lenksäule – identisch zum ID.3. Besser ist das Tempo auf dem Head-up-Display abzulesen. In der Mitte thront ein zwölf Zoll grosser Touchscreen für das Multimedia-System. Die Sportschalen-Sitze bestehen aus recyceltem Plastik, das aus den Meeren gefischt wurde. Reichlich Assistenzsysteme sind im Angebot sowie Sprachsteuerung, Anbindung an Smartphones, Navigation und eine App, um das Fahrzeug auch von aussen zu verwalten und zu überwachen.

Für den sportlichen Antritt sorgen zwei E-Motoren, je mit Hinterradantrieb. So gibts den Born mit 110 kW (150 PS) und 150 kW (204 PS) sowie jeweils 310 Nm Drehmoment. Mit dem optionalen e-Boost-Paket lässt sich die Leistung kurzzeitig auf 170 kW (231 PS) pushen. Der spanische Sport-Stromer sprintet in 6,6 bis 8,6 Sekunden auf Tempo 100. Der Akku im Unterboden sorgt für einen sportlich tiefen Schwerpunkt. Es gibt drei Grössen (45, 58 oder 77 kWh) für 340, 420 oder 540 Kilometer Reichweite. Am Schnelllader lässt sich der leere Akku in 35 Minuten zu 80 Prozent laden.

Der Cupra Born rollt im Herbst in die Schweiz und wird an der Auto Zürich zu bewundern sein. Die Preise stehen noch nicht fest.

Auto Zürich Car Show

4. bis 7. November 2021