Mittwoch, 15. Juli 2020

Ford Bronco

Der Mustang fürs Gelände

Der legendäre Ford Bronco ist zurück. Der von Fans lange gehegte Wunsch einer Neuauflage des amerikanischen Offroaders geht nun in Erfüllung. Der moderne Bronco soll mit colem Design, robuster Technik und viel Individualisierung den Erfolgsberg erklimmen.

Er ist zusagen der Mustang fürs Gelände, der Ford Bronco. Der Name des 1966 bis 1996 gebauten Kult-Offroaders kommt aus dem Spanischen und bedeutetet «wildes, junges Pferd». Deshalb werden in den USA uneingerittene Mustangs als Broncos bezeichnet. Passender könnte der Name nicht sein, bot der Bronco doch absolute Freiheit, ohne auf Strassen angewiesen zu sein. Entsprechend gross ist jetzt die Vorfreude auf die soeben vorgestellte Neuauflage für 2021.

Der Offroad-Klassiker – in den USA eine Kletterlegende wie der Jeep Wrangler – soll das Ford-Portfolio emotionaler machen und eben Modelle wie den Wrangler ins Visier nehmen. Der neue Ford Bronco dürfte speziell auf dem heimischen US-Markt prächtig einschlagen. Doch auch andere Märkte reiben sich beim Gedanken an die Neuauflage des Klassikers die Hände. In Europa etwa steht der neue Land Rover Defender ganz oben auf der Konkurrenz-Liste – und eine gewisse Ähnlichkeit im Design ist durchaus zu erkennen.

Erstmals wirds den Bronco nicht nur als Zweitürer, sondern ebenso wie heute den Hauptkonkurrenten Jeep Wrangler auch mit längerem Radstand und vier Türen geben. Mit wenigen Handgriffen lassen sich bei Zwei- und Viertürer die Dachmodule entfernen und im Fahrzeug verstauen. Neben dem Hartschalen-Dach gibts auf Wunsch auch ein Soft-Top, wobei sich die rahmenlosen Türen ebenfalls mit wenig Aufwand entfernen lassen. Im Innenraum blicken die Insassen auf animierte Instrumente, rustikale Schalter und ein zentrales Multifunktions-Display, mit dem sich nicht nur auf der Strasse navigieren lässt: Das System hat mehr als 1000 Trail-Karten für die USA, die on- wie offline verfügbar sind.

Denn Strassen kümmern einen Bronco nicht. Wie sein Urahn soll er nicht nur als Freizeitmobil, sondern auch im harten Geländeeinsatz überzeugen. Dafür soll unter anderem ein fortschrittlicher Allradantrieb sorgen. Weiter hat der Bronco kurze Überhänge, die zusammen mit fast 30 Zentimeter Bodenfreiheit für maximal Offroad-Fähigkeiten sorgen sollen. Diese werden durch Geländereifen bis 35 Zoll und eine Wattiefe von über 85 Zentimetern unterstützt. Der neue Bronco verfügt über insgesamt sieben Fahrprogramme, mit denen es sicher durch Schnee, Matsch, Sand oder Geröll gehen soll. Mit einer neu konzipierten Elektronik lassen sich mit nur einem Pedal Gas und Bremse wie bei einem Elektroauto mit One-Pedal-System steuern, um leichter kraxeln zu können.

Angetrieben wird der neue Bronco von bekannten Ford-Verbrennern: Volumenmodell dürfte der 2,7-Liter-V6-Benziner mit Turboaufladung werden, der 310 PS und 540 Nm hat. Wer mit weniger zufrieden ist, kann sich für den 2,3 Liter grossen Vierzylinder-Turbo entscheiden, der 270 PS und 420 Nm hat. Beide sind entweder mit einer Siebengang-Handschaltung oder einer Zehngang-Automatik zu bekommen. Der Ford Bronco lässt sich innen wie aussen mit zahlreichen Details individualisieren. Marktstart – zunächst in den USA – ist im kommenden Frühjahr zu Preisen ab 30'000 Dollar. Ob und wann der Bronco nach Europa kommt, ist noch offen.

Auto Zürich Car Show

15. bis 18. April 2021