Montag, 19. Oktober 2020

Dacia Sandero

Günstig sieht cool aus

Die rumänische Renault-Tochter Dacia wird wieder eine Spur moderner und schicker. Das zeigt die dritte Auflage von Sandero und Sandero Stepway. Das wichtigste bleibt aber gleich: Sie bleiben weiterhin preiswert und überfordern unser Budget nicht.

Schweizer kaufen nur teure und leistungsstarke Autos? Stimmt nicht. Jedenfalls nicht nur. Auch die rumänische Günstig-Marke Dacia hat sich hierzulande etabliert und verkauft prima. Das gilt nicht nur für den SUV Duster, sondern auch für den Sandero. Sein Geheimnis: Er ist zwar billig, aber für den Preis ein richtig gutes Auto. Klar bietet er Basismobilität, aber in einer sehr ansprechenden Form, die nun noch deutlich ansprechender wird.

Die dritte Generation führt den Weg fort – und ist für die Renault-Tochter sehr wichtig. Bei der rumänischen Marke machten der Logan (wegen des bei uns unpopulären Stufenhecks auch künftig nicht im Angebot), sein Schrägheck-Bruder Sandero und dessen SUV-Look-Bruder Sandero Stepway stolze 32 Prozent des Absatzes aus – zu 65 Prozent griffen die Kunden zum Stepway.

Als Basis für die dritte Generation dient die neueste Kleinwagen-Plattform der Renault-Nissan-Allianz inklusive mehr Sicherheit und Sparsamkeit. Nur die Dimensionen bleiben fast gleich: Der Sandero ist 4,09 (Stepway 4,10) Meter lang, in der Höhe werden sie etwas flacher. Wie zuvor gibts im Stepway zwar weiterhin keinen 4x4, aber mit 18 um fünf Zentimeter mehr Bodenfreiheit und den gewohnten Abenteuer-Robustlook mit Anbauteilen, Dachleisten und Co.

Das Design wirkt mit den ausgestellten Radläufen alles andere als billig – und der Sandero führt die neue Y-Lichtsignatur der Marke ein. Geiz wird damit ein ganzes Stück geiler. Räder gibts in 15- oder 16 Zoll-Grösse. Das Platzangebot wird trotz ähnlicher Länge deutlich grösser und ist für einen Kleinwagen jetzt wirklich üppig. Ladevolumen: 328 Liter. Hinzu kommen viele Ablagen mit weiteren 21 Litern.

Besser sein soll durch einen grösseren Verstellbereich der Sitzkomfort – und endlich ist das Lenkrad tiefen- und höhenverstellbar. Zur Ausstattung zählen teils sogar LED-Scheinwerfer, Keyless-System, Notbrems-Assistent, Totwinkel-Warner, Tempomat, Sitzheizung, Rückfahrkamera und elektrisches Glasdach. Das optionale Navi-Infotainment hat 8,0 Zoll und bietet Android Auto sowie Apple CarPlay – serienmässig ist ein 3,5-Zoll-Display mitsamt Bluetooth.

Den Antrieb übernehmen ein Einliter-Dreizylinder-Saugerbenziner mit 65 PS und Fünfgang-Handschaltung und dessen Turbovariante mit 90 PS und Sechsgang-Handschaltung oder stufenlosem Automat. Ab Januar kommt der Sandero in die Schweiz. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Auto Zürich Car Show

15. bis 18. April 2021