Sonntag, 10. Mai 2020

Opel Vivaro-e

Leise liefern

Bei Opel können die Gewerbe Kunden bald leise liefern. Die Deutschen bringen die Neuauflage ihres Lieferwagens Vivaro als reine Elektroversion. Für den Antrieb sorgt dabei der 100 kW (136 PS) starke E-Motor aus dem stromernden Corsa.

Opel setzt seinen Lieferwagen Vivaro unter Strom. Dabei greifen die Deutschen auf bekannte Technik aus dem Mutterkonzern PSA (Peugeot, Citroën, DS, Opel) zurück. Der Vivaro teilt sich wie schon der neue Zafira die Plattform mit den Grossraumvans Peugeot Traveller und Citroën Spacetourer, hat hinten aber Ladefläche statt Sitzplätze. Den Vivaro-e treibt der Elektromotor an, den wir schon aus dem elektrischen Corsa kennen. Das heisst 100 kW (136 PS) und 260 Nm, was zwischen den für den Zafira Life angebotenen Dieselmotoren (100, 120, 150 und 180 PS) liegt.

Der gewerbliche Kunde hat dabei die Wahl zwischen 230 (50-kWh-Akku) oder 330 Kilometern (75 kWh-Akku) Reichweite. Die Batterien bestehen aus 18 oder 27 Modulen. Es lässt sich wie bei der Konkurrenz über eine Wallbox, einen Schnelllader oder notfalls über eine normale Steckdose nachladen. Jeder Vivaro-e verfügt über die Möglichkeit, an einer Schnellladesäule mit bis zu 100 kW Gleichstrom geladen zu werden. Womit der 75-kWh-Akku in 45 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen ist. Optional gibt es einen 11-kW-On-Board-Charger für dreiphasigen Wechselstrom. Opel gibt für seine Batterie eine Garantie von acht Jahren oder 160'000 Kilometer Laufleistung.

Für Gewerbetreibende aber fast noch wichtiger: Die Batterien beeinträchtigen das Ladevolumen nicht, das je nach Länge 4,6 bis 6,6 Kubikmeter beträgt. Leichte Abstriche von fast 150 Kilo gibts dagegen bei der Nutzlast. Während der elektrische Vivaro 1275 Kilogramm laden kann, schleppt der Diesel-Bruder 1405 Kilogramm. Dabei ist der Vivaro-e der einzige Stromer in seinem Segment, der ab Werk mit einer Anhängerkupplung bestellbar ist und Anhängelasten von bis zu einer Tonne ziehen kann. Zu Gunsten der Reichweite wird die Spitze bei 130 km/h abgeriegelt. 

Der neue Opel Vivaro-e wird als klassischer Transporter, als Doppelkabine, als Kombi fürs Montageteam oder als Basis für Sonderaufbauten angeboten. Der mit 4,60 Meter Länge kompakte Vivaro-e S kann dank einer Durchlademöglichkeit auf der Beifahrerseite Gegenstände von bis 3,30 Meter Länge transportieren. Weiter wird es den Vivaro-e auch mit 4,95 und 5,30 Meter Länge geben.

Für ein komfortables Be- oder Entladen sorgen die sensorgesteuerten Schiebetüren. Von seinem Bruder mit Verbrennungsmotor hat der Elektrotransporter unter anderem die Fahrerassistenzsysteme übernommen, die im Alltag für Sicherheit sorgen sollen. Dazu gehören u.a. ein Head-up-Display, Spurhalteassistenten, Verkehrszeichenerkennung, Müdigkeitswarnung sowie Frontkollisionswarner und Notbremsassistenten. Ultraschallsensoren an Front und Heck warnen den Fahrer vor Hindernissen beim Einparken und überwachen den toten Winkel, während die 180-Grad-Heckkamera ihre Bilder auf den sieben Zoll grossen Touchscreen ins Cockpit überträgt.

Die ersten elektrischen Transporter sollen noch diesen Sommer ausgeliefert werden. Die Preise stehen noch nicht fest.

Auto Zürich Car Show

5. bis 8. November 2020