Donnerstag, 10. September 2020

Rolls-Royce Ghost

Luxus trifft Technik

Jeder Rolls-Royce strotzt vor Luxus und kann kaum altern. Dennoch war der Ghost zuletzt etwas in die Jahre gekommen. Nicht was den Luxus angeht, sondern bei der Technik. Doch das kompensieren die Briten nun und verpassen ihrem Luxus-Dampfer ein Hightech-Update.

Mit der Neuauflage des Ghost erfindet Rolls-Royce seine Luxuslimousine nicht neu. Der schon fast unverschämt luxuriöse Innenraum bleibt so pompös und auch der grandiose Komfort erhalten. Er wird sogar noch besser. Dafür sorgt die grosse Neuerung, der Ghost kommt im Technikzeitalter an. Rolls-Royce packt alles an Hightech hinein, was der aktuelle 7er von Muttermarke BMW zu bieten hat. Denn auf diesem basiert der noble Brite. Doch im Gegensatz zum BMW-Topmodell darf der Ghost seinen leistungsstarken Zwölfzylinder-Motor behalten und erhält zudem endlich Allradlenkung, 4x4 und Vernetzung.

Obwohl grundsätzlich nichts am Design geändert wurde, wirkt der neue Ghost moderner, jünger und auch etwas dynamischer. Die Schulter ist markanter, während das Heck mit den zur Mitte zulaufenden LED-Lichtmodulen filigraner wirkt. Die Front zeigt die Abstammung vom grossen Bruder Phantom und zeigt die Technik-Stärke des neuen Ghost: die neuen LED-Scheinwerfer mit Laserfunktion leuchten bis zu 600 Meter vors Fahrzeug und geben der Front mit dem Radiator-Kühlergrill und weiteren 20 LEDs an der Oberseite einen Lidstrich.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Ghost um fast zehn Zentimeter gewachsen. Die Gesamtlänge beträgt stolze 5,55 Meter. So konnte das mächtige V12-Triebwerk mit seinen 6,8 Litern Hubraum und 563 PS sowie 850 Nm zugunsten einer neutralen Gewichtsverteilung von 50:50 hinter der Vorderachse platziert werden. Aus dem Stand beschleunigt der 2,5 Tonnen schwere Allradler in 4,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine abgeregelte Spitze von 250 km/h. Der Normverbrauch liegt bei 15,2 Litern.

Bestmarken will die neue Ghost-Generation beim Reisekomfort setzen. Einerseits mit deutlich mehr Platz im belederten Fond, aber auch durch das vorausschauende Luftfederfahrwerk sowie Dämm-Materialien, von denen im gesamten Fahrzeug insgesamt 100 Kilogramm verbaut wurden. Wem es deshalb im Fahrzeug zu leise ist, kann sich aus dem 1300 Watt starken Soundsystem mit insgesamt 18 Lautsprechern beschallen lassen.

Nicht nur die achtstufige Getriebeautomatik «schaut» übers vernetzte Navigationssystem nach vorne, sondern auch die zwei Kameras neben dem Innenspiegel. Zusammen gehen die Signale ans variable Fahrwerk, das so bis zu Tempo 100 jeweils den maximalen Fahrkomfort realisieren kann. Zudem gibts ein Komplettpaket an Fahrerassistenzsystemen inklusive Head-up-Display und Einparkautomatik. Noch mehr Luxus wird dann die ab 2022 folgende Langversion bieten.

Der neue Rolls-Royce Ghost startet Ende Jahr, vermutlich auf dem Preisniveau des Vorgängers – also bei über 250'000 Franken.

Auto Zürich Car Show

15. bis 18. April 2021