Mittwoch, 23. September 2020

BMW M3 und M4

Mehr Biss in der Mittelklasse

Darauf haben BMW-Fans lange gewartet: Ein Jahr nach dem neuen 3er präsentieren die Münchner die Sportmodelle M3 und M4. Passend dazu ist das aggressive neue Design. Technisch bieten die Sportler Handschaltung oder Automat, Heckantrieb oder Allrad.

Der M3 hat Tradition bei BMW. Zur Tradition des Sportlimousine gehören aber auch Handschaltung und Heckantrieb. Daran halten die Münchener ebenso fest wie am M3 selbst. Pünktlich zum 35. Geburtstag startet 2021 die sechste Auflage. Optisch aber ändert sich Einiges: Die Front orientiert sich nicht an der neuen 3er Limousine, sondern am 4er Coupé und dessen XXL-Niere. Vorteil: M3 und M4 sehen definitiv nicht aus wie ihre Vorgänger. Die markante Niere unterstreicht den Sport-Anspruch.

Hinter der Riesenniere arbeitet der feine Dreiliter-Reihensechszylinder mit zwei Turbos, den BMW mit X3 M und X4 M eingeführt hat. Er befeuert das je 4,79 Meter lange Mittelklasse-Sportduo mit 480 PS (353 kW) und 550 Nm Drehmoment. In der Competition-Version werden es gar 510 PS (375 kW) und 650 Nm. Damit sprinten beide in 4,2 Sekunden auf Tempo 100. Als Competition sind sie noch 0,3 Sekunden schneller und schaffen es gar in 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit riegelt BMW bei 250 km/h ab, mit dem aufpreispflichtigen M Drivers Package lässt sie sich aber auf 290 km/h erhöhen. Der Werksverbrauch ist aktuell noch nicht bekannt.

Während Competition-Versionen mit 8-Gang-Automatik geliefert werden, kommt in den Basis-Versionen eine Sechsgang-Schaltung zum Einsatz. Zu Beginn gibts M3 und M4 nur mit Heckantrieb. Erst später folgen Allrad-Versionen, die in der Schweiz traditionell gefragt sein werden. Wobei auch der 4x4 in der Basiseinstellung eher hecklastig ist. Zusätzliche Karosserie-Verstrebungen erhöhen die Torsionssteifigkeit. Damit die Antriebskraft auch beim Hinterradantrieb beim Einlenken auf den Asphalt kommt, wurde die Achsgeometrie vorne angepasst, um den Grip zu verbessern.

Bei den Fahrprogrammen profitieren M3 und M4 von im M8 Competition eingeführter Technik. Sprich: Auch in der Mittelklasse kann der Fahrer jetzt über zwei rote M-Tasten am Lenkrad direkt zwei individuelle Sportmodi auswählen und sein Fahrzeug schärfer abstimmen. Ansonsten wartet im Innenraum das aktuelle BMW-Cockpit mit digitalen Instrumenten, 10,25-Zoll-Touchscreen und breiter Mittelkonsole. Alles im sportlichen Look mit Alu, Karbon und Leder. Dazu gibts auch bessere Vernetzung und moderne Assistenten, die M3 und M4 im Alltagsverkehr angenehmer machen.

Pünktlich zur nächsten Auto Zürich im April 2021 rollen M3 und M4 in die Schweiz. Die Preise starten bei 113'700 Franken für die Limousine und bei 115'100 Franken für das Coupé. Wer noch 4300 Franken drauflegt, kriegt die Competition-Version.

Auto Zürich Car Show

15. bis 18. April 2021