Donnerstag, 15. August 2019

VW T-Roc Cabrio

Neue Offenheit bei VW

Der Nissan Murano und der Range Rover Evoque waren eher wenig erfolgreich. Obwohl sich SUVs grosser Beliebtheit erfreuen, konnten die beiden Bestseller als Cabrio nicht überzeugen. VW lässt sich davon nicht irritieren und schickt nun den T-Roc mit Stoffmütze ins Rennen.

Cabrios suchen wir bei VW aktuell vergebens. Der Eos wurde vor vier und das Golf Cabrio vor drei Jahren eingestellt. Und mit dem Ende des VW Beetle diesen Sommer ist der letzte offene VW verschwunden. Bis nächsten Frühling! Dann bringen die Wolfsburger wieder ein Modell mit Stoffmütze. Das T-Roc Cabrio wird der erste offene Kompakt-SUV. Die wenig erfolgreichen Versuche von Nissan mit dem Murano und Range Rover mit dem Evoque schrecken VW nicht ab.

Um jedoch nicht dasselbe Schicksal zu erleiden, soll der offene T-Roc mit seiner Schönheit überzeugen. Doch «schön sein» ist bekanntlich Geschmacksache. Mit geschlossenem Stoffverdeck wirkt das VW T-Roc Cabrio elegant. Offen dagegen wirkt die Masse eines SUV noch massiger und der T-Roc steht nicht ganz so elegant wie normale Cabrios auf der Strasse. Dafür punktet der 2+2-Sitzer mit technischen Finessen. Zum Beispiel ist der Radstand gegenüber dem normalen T-Roc drei Zentimeter länger, was den hinten sitzenden Passagieren erstaunlich viel Platz ermöglicht. Fehlende Knie- oder Kopffreiheit ist kein Thema. 

Das Stoffverdeck mit Glas-Heckscheibe öffnet sich per Knopfdruck (und selbst während der Fahrt bis 30 km/h) elektrisch in neun Sekunden und verschwindet elegant und bündig hinter den Rücksitzen. Der Kofferraum wird nicht beeinträchtigt. Er bietet 284 Liter Platz. Das sind über 30 Liter mehr als im früheren Golf-Cabrio oder im grösseren Evoque-Cabrio. Aber natürlich nicht so viel wie die 445 Liter des normalen T-Roc. Immerhin: Die Rücksitze lassen sich bei Bedarf einzeln umklappen.

Angetrieben wird das nur als Fronttriebler erhältliche, zweitürige VW-Crossover-Cabrio wahlweise vom 1,0-Liter-TSI mit 115 PS oder 1,5-Liter-TSI mit 150 PS. Natürlich ist das Cabrio durch die notwendigen Karosserieverstärkungen etwas schwerer als der normale T-Roc. Wie viel genau, hält VW noch geheim. Das wird erst bei der offiziellen Weltpremiere an der IAA in Frankfurt nächsten Monat verraten. Danach kommt der offene SUV an die Limmat, wo er an der Auto Zürich seine Schweizer Premiere feiert. Dabei dürfte auch der Schweizer Preis bekannt gegeben werden. Der wird voraussichtlich zwischen 34'000 und 35'000 Franken starten.

Auto Zürich Car Show

5. bis 8. November 2020