Freitag, 17. Juli 2020

Nissan Ariya

Nummer 2 lebt

Das zweite Elektroauto von Nissan ist da! Zehn Jahre nach dem Leaf enthüllen die Japaner den Ariya. Dabei sieht der SUV nicht nur scharf aus, sondern ist dank neuer Technik auch erst der Auftakt zu vielen weiteren E-Modellen.

Nissan läutet eine neue Ära bei den Elektroautos ein und stellt dazu endlich seinen zweiten Stromer nach dem vor zehn Jahren lancierten Leaf vor. Nummer zwei hört auf den etwas gewöhnungsbedürftigen Namen Ariya. Doch was wir sehen, kann sich sehen lassen! Das 4,60 Meter lange und 1,70 Meter hohe SUV-Coupé sieht cool und elegant aus.

Im Innenraum geht es aufgeräumt und modern weiter. Die beiden unter Glas liegenden Displays für Instrumente und Infotainment erinnern an das Cockpit der Mercedes A-Klasse. Weiter setzt Nissan auf ein farbiges Head-up-Display und nur bei Bedarf aufleuchtende Touch-Elemente, etwa für die Klimaanlage – das sieht schon sehr futuristisch aus.

Knöpfe gibts ausser für Stopp-Start und Lautstärke keine. Für die Bedienung steht auch der Alexa-Sprachassistent zur Verfügung, Software-Updates werden online (ohne Garagenbesuch) eingespielt. Und punkto Assistenten ist der Ariya top modern und hält etwa das «Pro-Pilot»-System für halbautonome Fahrten bereit. Dank 2,78 Meter Radstand und fehlendem Getriebe (daher kein Mitteltunnel) steht den bis zu fünf Insassen jede Menge Platz zur Verfügung.

Doch der eigentliche Clou der Japaner ist die neue, variable Elektro-Architektur. Ähnlich wie etwa im VW-Konzern soll die Plattform die Basis für weitere Fahrzeuge stellen. Im Ariya ermöglicht sie fünf Varianten. So können Kunden zwischen 63-kWh- oder 87-kWh-Akku wählen. Je nach Variante stehen 340 bis 500 Kilometer Reichweite parat.

Ausserdem kann zwischen einem E-Motor an der Hinterachse oder je einem E-Motor an Vorder- und Hinterachse gewählt werden. Das ermöglicht 160 kW (218 PS, 300 Nm) bis 290 kW (394 PS, 600 Nm) sowie Heck- oder aber Allradantrieb. Das Topmodell Ariya AWD e-4orce soll in 5,1 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und 200 km/h Spitze erreichen. Bei den Modellen mit Heckantrieb wird die Spitze bei 160 km/h abgeregelt.

Einen grossen Schritt macht Nissan auch bei der Ladetechnik: Statt weiter auf den japanischen Chademo-Standard zu setzen, wird der Ariya mit dem in Europa gängigeren CCS-Anschluss geliefert, der Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 130 kW ermöglicht. Damit ist der Akku in 30 Minuten 80 Prozent gefüllt. Ausserdem erhält der E-SUV standardmässig einen Dreiphasen-Bordlader, der Laden an Wechselstrom (etwa heimischer Wallbox) mit bis zu 22 kW ermöglicht.

Interessenten können den neuen Ariya ab Januar 2021 vorbestellen. Bis dahin will Nissan auch die Preise kennen. Auf den Markt kommt der Neue wohl im Sommer 2021.

Auto Zürich Car Show

5. bis 8. November 2020