Freitag, 15. Mai 2020

Alfa Romeo Quadrifoglio-Modelle

Rasante Glücksbringer

Ein vierblättriges Kleeblatt ist der Traum aller Alfa-Fans. Denn unter seinem italienischen Namen Quadrifoglio Verde steht dieser Glücksbringer traditionell für die Topversionen der Schönheiten aus der Turin. Jetzt werden Giulia und Stelvio aufgefrischt. 

Alfa Romeo traut sich was. Die Italiener haben die alten Farben aus ihrer Historie hervorgeholt. Die Topversionen der Limousine Giulia und des SUVs Stelvio namens Quadrifoglio Verde (QV) gibts deshalb künftig exklusiv im Giftgrün des legendären Alfa Montreal. Ebenso gewagt sind der Gelbton namens Ocra GT Junior oder das Zuckerapfelrot des einstigen Alfa Romeo 6C 2500SS Villa d'Este Coupé von 1950.

Aber auch technisch geht was: Das bisher viel kritisierte Infotainment wird abgelöst; neu gibts einen Touchscreen mit rund 22 Zentimetern Bildschirmdiagonale. Zum Herumspielen zeigt er in Echtzeit auch Antriebsdaten wie Drehmoment, Ladedruck der Turbos oder Beschleunigungs- und Tempoprofile an. Vor wenigen Jahren galten Assistenzsysteme für Harald Wester, Entwicklungschef bei der Alfa-Mutter Fiat-Chrysler Automobiles (FCA), noch als sinnloses Zeug. Doch mit der Modellpflege beherrschen Giulia QV und Stelvio QV jetzt auch pilotiertes Fahren nach Level 2, also Abstand- und Spurhalten – aber der Fahrer muss die Hände am Steuer lassen. Auch im Stau managt jetzt ein Assistent Abbremsen und Wiederanfahren.

Beim Antrieb bleibts beim Bekannten: Der 2,9-Liter-V6 mit zwei Turboladern leistet 510 PS und verteilt sein Drehmoment per 8-Stufen-Automatik und Allradantrieb auf alle vier Räder. Auf der Hinterachse wirds per sogenanntem Torque Vectoring feinverteilt: Jeweils das kurvenäussere Rad erhält einen Tick mehr Antriebsmoment für bessere Traktion in der Kurve. Optional lässt sich neu ein Titan-Auspuff von Akrapovic ordern. Grüner wirds allerdings nicht: Hybrid oder Plug-in-Hybrid kommen zunächst bald bei der FCA-Schwestermarke Jeep und erst später bei Alfa Romeo. Die Werksverbräuche liegen bei 10,7 l (Giulia QV) und 11,5 l/100 km (Stelvio QV).

Marktstart wird sein, sobald die Alfa-Werke wieder voll aus dem Corona-Lockdown erwacht sind. Die Preise beginnen bei 96'900 Franken für die Giulia QV und 109'900 Franken für den Stelvio QV.

Auto Zürich Car Show

5. bis 8. November 2020