Dienstag, 30. Juni 2020

Opel Mokka

So sieht die Zukunft von Opel aus

Mit dem Mokka war Opel ein richtig guter Wurf gelungen. Damit der kleine SUV ein Bestseller bleibt, wird er jetzt jung und cool. Opel macht den Mokka kürzer, digitaler und setzt ihn unter Strom. So rollt der kleine SUV richtig heiss daher!

Der Mokka ist eine wahre Erfolgsgeschichte für Opel. Er wurde nicht nur zum Bestseller, sondern setzte auch den Massstab für alle City-SUV. Daran änderte auch die Ergänzung um ein X zum Facelift vor vier Jahren nichts. Der Mokka verkaufte sich sensationell. Trotzdem lief die Produktion letztes Jahr aus. Eine Folge davon, dass General Motors (GM) Opel an den den PSA-Konzern (Citroën, DS, Peugeot) verkaufte, denn der Mokka baute noch auf GM-Technik auf. 

Nun kommt jedoch die zweite Generation – auf PSA-Technik und wieder ohne X im Namen. Mit 4,15 Metern Länge ist der neue Mokka über zwölf Zentimeter kürzer, um nicht zu nahe am Crossland X zu liegen. Er soll aber keinen Platz einbüssen. Ausser fünf Personen schluckt der Mokka 350 bis 1050 Liter. Und er hat 120 Kilo abgespeckt und dürfte etwa 1,2, als Stromer 1,5 Tonnen wiegen.

«Mit dem Mokka erfinden wir Opel neu und zeigen unsere Designsprache der kommenden zehn Jahre», sagt Opel-Boss Michael Lohscheller (51). Cool ist das neue «Gesicht», das uns die Studie Opel GT X Experimental angedeutet hatte und nun tatsächlich fast 1:1 kommt «Vizor» nennt Opel es. Typisch Opel: Die LED-Lichter sollen als einzige in dieser Klasse sogar Matrix-LED bieten. Der Rest gefällt ebenfalls: muskulös, coupéhaft, unverspielt, kurze Überhänge und bis zu 18 Zoll grosse Räder sowie schwarzer Kontrastlack für Dach und Hauben.

Die Antriebe kennt man vom PSA-Regal, etwa Opel Corsa, Peugeot 2008, DS 3 Crossback und Co. Die Benziner haben 100, 130 und 160 PS, die Diesel 100 und 130 PS, dazu gibts Sechsgang-Schaltung oder Achtstufen-Automat. Analog zum Corsa-e kommt parallel eine elektrische Version: Der Mokka-e hat 100 kW (136 PS) und 260 Nm. Reichweite: 322 Kilometer (WLTP). An der 100-kW-Säule lädt der 50-kWh-Akku in einer halben Stunde auf 80 Prozent.

Schade nur: Allrad entfällt im Mokka, da 4x4 europaweit in der City-SUV-Liga kaum gefragt ist; ein 4x4-Plug-in-Hybrid wie im Grandland X würde zu teuer. Ganz neu ist im Fronttriebler dafür das Cockpit mit zwei grossen Displays direkt vor dem Fahrer. Die digitalen Instrumente messen zwölf Zoll, der Touchscreen rechts davon hat sieben bis zehn Zoll. Wer möchte, bekommt sogar Lederstühle mit Massagefunktion. Zeitgemäss die Assistenz: Radartempomat, Spurhalter, Matrix-LED (LED rundum sind Serie), 180-Grad-Rückfahrkamera, Live-Navi, Apple CarPlay, Android Auto, kabelloses Smartphone-Laden. Klingt nach Erfolg.

Der neue Mokka startet Anfang 2021, ab Spätsommer dieses Jahres kann man ihn bestellen. Die Preise sind noch offen.

Auto Zürich Car Show

5. bis 8. November 2020