Schweizer Automarkt im Januar

Erfreulicher Auftakt

2. Januar 2022

Der Schweizer Automarkt ist im Jahr 2022 gut aus den Startlöchern gekommen. Zum ersten Mal seit letztem Sommer konnte er ein Plus im Vergleich zum Vorjahr aufweisen. Doch noch ist das Tief nicht überwunden.

Im Januar wurden in der Schweiz 15'899 Neuwagen verkauft. Das ist ein ermutigender Start ins neue Jahr, denn damit wurden 5,1 Prozent mehr Autos verkauft als im Januar 2021 (15'130). Allerdings hinkt das Markt-Niveau weiterhin deutlich hinter Vor-Pandemie-Zeiten hinterher. So sind zwischen der Jahrtausendwende und 2019 in einem durchschnittlichen Januar knapp 20'000 neue Personenwagen verkauft worden.

Aber nicht nur deswegen ist die Importeursvereinigung Auto-Schweiz erst verhalten optimistisch, weiss Mediensprecher Christoph Wolnik. «Die Chipkrise ist noch lange nicht überwunden. Nach wie vor ist die Nachfrage deutlich grösser als das Fahrzeugangebot.» Entsprechend viel Geduld ist bei den Käuferinnen und Käufern eines Neuwagens gefordert. «Die Lieferfristen sind länger, als unsere Kundinnen und Kunden das gewohnt sind. Wir hoffen auf eine Besserung der Versorgungslage mit elektronischen Bauteilen und anderen Rohstoffen im zweiten Halbjahr.» Vor diesem Hintergrund sei das kleine Markt-Plus im Januar sehr erfreulich, so Wolnik weiter – vor allem, weil es sich um das erste Plus seit letztem Sommer handelt.

Ein Problem, das die alternativen Antriebe nicht kennen. Diese bauen ihre Marktanteile weiterhin stetig aus. Hybrid-, Elektro-, Gas- und Brennstoffzellenantriebe kommen zusammen auf 47,7 Prozent der Neuzulassungen. Letzten Januar waren es noch 35,4 Prozent. Die neuen Antriebsarten konnten zum Jahres-Auftakt ihre Marktanteile und Stückzahlen grossmehrheitlich ausbauen.

Mit 2'126 Elektroautos (+106 % zum Vorjahresmonat) und 1'531 Plug-in-Hybriden (+32,4 %) machten Steckerfahrzeuge im Januar 23 Prozent des Marktes aus. Weitere 24,6 Prozent entfielen auf Voll- und Mild-Hybride ohne Auflade-Möglichkeit (3'912, +24,2 %). Hinzu kommen 13 Gas- (-23,5 %) und acht Brennstoffzellen-Fahrzeuge mit Wasserstoff als Energieträger (+300 %).