Ferrari 296 GTS

Neuer Spider aus Maranello

28. April 2022

Ferrari hält sich quasi an den klassischen Sportwagen-Fahrplan: Auf den geschlossenen 296 GTB folgt mit dem 296 GTS ein Jahr später der offene Spider. Natürlich auch wieder mit dem 830 PS starken Hybridantrieb.

Das neue Ferrari-Modell ist da! Pünktlich zum Frühling präsentieren die Italiener die offene Version des letztes Jahr lancierten Hybridsportlers 296 GTB. Dabei wird aus dem Gran Turismo Berlinetta (GTB) nun der Gran Turismo Spider (GTS). Ferrari setzt auf ein klappbares Hardtop. Dieses öffnet und schliesst in 14 Sekunden – selbst während der Fahrt bis zu 45 km/h. Dabei öffnet sich hinter den Insassen die gesamte Motorabdeckung mit montiertem Überrollbügel, und die zwei Dachelemente legen sich über den Motor. Je nach Lust und Laune sorgt eine bewegliche Scheibe unter dem Überrollbügel offen für mehr oder weniger Frischluft-Vergnügen.

Damit hat es sich dann aber auch mit den Unterschieden zum Coupé. Der 296 GTS übernimmt Design, Cockpit und Plug-in-Hybrid-Antrieb vom geschlossenen Bruder. Das heisst: Auch beim Cabrio spannt ein Dreiliter-V6-Turbo mit 663 PS (489 kW) mit einem 167 PS (122 kW) starken Elektromotor zusammen. Der 22 Kilo schwere E-Motor befindet sich zwischen V6 und Acht-Gang-Doppelkupplungs-Automat. Der gesamte Antrieb kommt wie im 296 GTB auf 830 PS (611 kW) und 740 Nm. Damit sprintet der Hecktriebler in 2,9 Sekunden auf 100, in 7,6 Sekunden weiter auf 200 km/h und erreicht über 330 km/h Spitze. Rein elektrisch wird die Höchstgeschwindigkeit allerdings bei 135 km/h abgeriegelt. Aber auch so schafft der Plug-in-Ferrari im E-Modus ohnehin nur 25 Strom-Kilometer.

Trotz Hybridmodul und Dachmechanismus kommt der 296 GTS auf ein Leergewicht von gerade mal 1450 Kilo. Das lässt sich mit dem optionalen «Assetto-Fiorano»-Paket mit Karbon-Elementen und einer leichteren Kunststoff-Heckscheibe zusätzlich drücken. Dazu gibt es in dem rund 25'000 Franken teuren Paket aus dem Rennsport abgeleitete und verstellbare Stossdämpfer. Von der geschlossenen Berlinetta übernimmt der 296 GTS auch die clevere Aerodynamik: Die Luftführung sorgt für den nötigen Anpressdruck und kühlt gleichzeitig den Motor. Bei höheren Geschwindigkeiten fährt nahezu unsichtbar aus der Karosserie ein zusätzlicher Heckspoiler für mehr Anpressdruck aus.

Der neue Ferrari 296 GTS soll Anfang 2023 an die Kunden ausgeliefert werden. Die Preise sind noch nicht bekannt.