Genesis GV60

So jung und schon elektrisch

26. August 2021

Genesis macht ordentlich Dampf. Kaum hat Hyundais Nobeltochter die ersten Modelle in Europa auf den Markt gebracht, legen sie mit dem GV60 schon einen Stromer nach.

Noch steckt Genesis in den Kinderschuhen. Trotzdem muss die koreanische Nobelmarke mit der Zeit gehen und in schnellster Zeit neben Diesel und Benziner auch ein Elektroauto anbieten. Da trifft es sich gut, dass Genesis mit Hyundai eine starke Muttermarke hat. Der Autobauer hat einen konkurrenzfähige Elektroplattform, auf der Ioniq 5 und Kia EV6 aufbauen. Mit dem GV60 folgt schon Ende Jahr das dritte Modell auf der Electric Global Modular Platform. Es wird nicht der erste Genesis-Stromer sein, denn der G80 wird kurz vorher schon als Elektroversion erhältlich sein. Beide zusammen katapultieren die Nobelmarke ein halbes Jahr nach dem Europastart ins Elektrozeitalter. Nur reine Elektroautobauer waren schneller.

Natürlich kommt er mit den bekannten Genesis-Designmerkmalen. Das heisst Quad-Leuchten vorne wie hinten. Ein breiter Kühlergrill unterhalb der Leuchten dominiert die Frontansicht. Als erstes Genesis-Modell soll der GV60 digitale Aussenspiegel bekommen. Dazu soll er eine völlig neue Erfahrung als Luxus-Elektroauto bieten, so Genesis. Im Innern gibt es ein aufgeräumtes Cockpit mit zwei Zwölf-Zoll-Bildschirmen nebst Head-up-Display. Dank des rund 2,90 Meter langen Radstandes gibt es auch ordentliche Platzverhältnisse.

Anzunehmen, dass der Genesis GV60 die stärkeren Motorversionen des Kia EV6 bekommt. Dazu dürfte sicher der Allradler mit 430 kW (584 PS) und 740 Nm gehören. Auch die Version mit 239 kW (325 PS) und 605 Nm dürfte ziemlich sicher sein. Ungewiss sind der Allradler mit 173 kW (235 PS) sowie allenfalls die 168 kW (229 PS) starke Heckantriebs-Version. Für die Plattform sind zwei Akku-Pakete mit 58 und 77 kWh erhältlich. Auf weitere Details wie Reichweite oder Preis müssen wir noch warten. Aber was wäre eine bessere Gelegenheit, als dies an der Auto Zürich bekannt zugeben?